Fronleichnam in der Pfarreiengemeinschaft vilsbiburg, Gaindorf, Seyboldsdorf

In Gebieten mit überwiegend katholischer Bevölkerung wird am 2. Donnerstag nach Pfingsten das Fest Fronleichnam gefeiert. Dieses Fest geht bis ins Jahr 1261 zurück . Der Ursprung des Fronleichnamsfestes geht auf eine Vision der Augustiner-Nonne Juliana von Lüttich im Jahr 1209 zurück. Sie hatte einen Wachtraum bzw. eine Vision, in dem der Vollmond einen dunklen Fleck aufwies, was sie als Zeichen dafür deutete, dass der Kirche ein Fest zur Verehrung der Eucharistie fehlte. Papst Urban führte dieses Fest 1264 verbindlich ein, 60 Tage nach dem Osterfest. Bereits 1279 gab es die erste Fronleichnamsprozession in Köln. Vor allem ist es diese, die den Glanz des Festes ausmacht. Nicht umsonst wird Fronleichnam in Bayern mit dem Begriff Prangertag bezeichnet. Auch in Zweien der Pfarreiengemeinschaft, Vilsbiburg und Gaindorf beging man diesen Tag in feierlicher Weise. In der Pfarrei Seyboldsdorf wird am kommenden Sonntag Gottesdienst und Prozession nachgeholt. Ob wohl die Wetterprognose für diesen Tag sehr ungünstig war, konnte man doch die Prozessionen im Freien abhalten. Begonnen hatte es mit dem feierlichen Gottesdiensten in der jeweiligen Pfarrkirche. Viele Vereine nahmen mit ihren Fahnenabordnungen daran teil. Zu Beginn des Gottesdienstes machte Stadtpfarrer Peter König auf den monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe aufmerksam. In seiner Predigt verglich er exemplarisch die Prozession mit einer Weggemeinschaft in der Menschen die Nähe Gottes spüren, in den kleinen Dingen des Alltags entdecken und die Gemeinschaft als Quelle des Zusammenhalts zu sehen. Aus diesem Bewusstsein heraus ist auch das Handeln mit oder an den Menschen wichtig. Fronleichnam ist ein Fest, an dem die Anwesenheit Gottes sichtbar gemacht wird. Es wird gezeigt,an was und vor allem , an wen wir glauben. „Das Fest erinnert, dass Christus im Sakrament der Eucharistie gegenwärtig ist“, so Stadtpfarrer Peter König. Bevor sich dann die Prozession formierte, bedankte sich der Geistliche bei den Helfern von Kolping, KAB, Helfern im Altenheim und den Helferinnen beim Bettengeschäft Hussinger für das Errichten der Altäre und dem Blumenschmuck, bzw. die Blumenteppiche, beim Kirchenchor für die musikalische Gestaltung. Die Teilnehmer an der Prozession zogen betend und singend durch díe Strasssen der Stadt. Herr Priller übernahm während der Prozession die Aufgabe des Lektors und Vorbeters. Die Ministranten begleiteten mit Prozessionsfahnen links und rechts neben den Himmelträgern gehend das Allerheiligste. Mit dabei waren auch die meisten Kommunionkinder. Der Musikverein übernahm die musikalische Gestaltung. Der erste Altar stand im Pausenhof der Grundschule, da das Lagerhaus Bauer abgerissen war.. Kolping übernahm den Aufbau des Altares, Bei den Fürbitten wurde der Lehrkräfte der Schule gedacht. Die Monstranz trug Stadtpfarrer Peter König dann weiter von Altar zu Altar.. An den vier Altären und auf dem Prozessionsweg beteten die Gläubigen für die Anliegen der Kirche, der Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen, für die Gesellschaft, für den Frieden und für die Stadt und deren Bewohner. Der eucharistische Segen beendete die „statio“ Den Abschluss bildete in der Kirche der Eucharistische Segen und „Großer Gott wir loben dich“. Für die Sicherheit und für den reibungslosen Ablauf der Prozession sorgten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und Angehörige der Kolpingfamilie. Ein herzlicher Dank sei daher allen gesagt, die zum Gelingen des Fronleichnamstags beitrugen. Ganz am Schluss boten die Ministranten zur Stärkung bei den Arkaden noch Bratwurstsemmeln an.


Am gleichen Tag feierte die dritte Pfarrei der Pfarreiengemeinschaft Vilsbiburg, die Pfarrei Gaindorf–Haarbach ihr Fronleichnamsfest. Dieses fand in Gaindorf statt da sich, traditionsgemäß jedes Jahr die beiden Orte bei der Feier dieses Festes abwechseln. Seit dem Jahr 1977 ist das so. Am Vormittag des Fronleichnamstags zelebrierte Pfarrvikar Prosper den Festgottesdienst. Zahlreiche Vereine mit ihren Fahnenabordnungen nahmen teil . Nach dem Gottesdienst stellten sich die Gläubigen zur Prozession auf. Das Wetter zeigte sich von der beste Seite und die Sonne sorgte für sommerliche Wärme. Plätze im Schatten waren sehr begehrt. Angeführt vom Kreuz wurden die Fahnenabordnungen der FFW der KSK der Landjugend , dem Frauen- und Mütterverein Gaindorf. Den Tragehimmel mit Pfarrvikar Prosper und der Monstranz begleiteten die Lichtträger und die Erstkommunionkinder. Viele Gläubigen zogen betend zu den 4 geschmückten Altären. Dort wurde aus den Evangelien vorgelesen und Fürbitten gesprochen. Mit dem eucharistischen Segen endete jede statio. Das „Großer Gott wir loben dich“ und der Eucharistische Segen in der Kirche beendete die Fronleichnamsprozession. Dem Mesner Reinhard Fleischmann, den Ministranten, dem Kirchenchor unter der Leitung von Irmi Blenninger und allen, die zum ein Gelingen des Festes beitrugen, sei herzlich gedankt

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