
Vor kurzem feierte die Pfarreiengemeinschaft Vilsbiburg, Gaindorf und Seyboldsdorf mit 39 Firmlingen das Sakrament der Firmung. Nach entsprechender Vorbereitung wurden die Jugendlichen von Hochwürdigen Herrn Abt Thomas M. Freihart aus Weltenburg gefirmt. Dieser spendete im Auftrag des Diözesanbischofs Dr. Rudolf Voderholzer das Sakrament der Firmung, hierbei zeichnete er mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn und sprach die Worte: Vorname, sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Mit dem Einzug des Firmspenders, des Konzelebranten Stadtpfarrer Peter König, Pfarrvikar Prosper Ngulu Ngulu sowie des liturgischen Dienstes begann der Festgottesdienst, der von den Firmlingen aktiv mitgestaltet wurde. Stadtpfarrer Peter König begrüßte den Firmspender mit folgenden Worten: „Lieber Herr Abt, vor über 30 Jahren durfte ich als Pfarrer von Kelheimwinzer im Kloster der Benediktiner in Weltenburg alle 14 Tage das Sakrament der Beichte spenden. Heute spenden Sie das Sakrament der Firmung. Vergelt’s Gott für Ihr Kommen und Ihr Gebet.“ An die Firmlinge gewandt wünschte Stadtpfarrer Peter König ihnen ein Leben, das durch den Heiligen Geist erleuchtet, geführt und geleitet wird und den einen oder anderen als Priester oder Ordensleute als Arbeiter in seinen Weinberg ruft. Nach diesen Worten sprachen ein Mädchen und ein Junge aus dem Kreis der Firmbewerber ein kurzes Begrüßungswort. Zu Beginn seiner Predigt machte der Abt die Zuhörer auf Situationen im Zusammenleben aufmerksam, die sich nicht in Worten beschreiben lassen. Gesten und Symbolhandlungen können dies oft besser als jedes gesprochene Wort. Symbole und Zeichen spielen auch im Glaubensleben eine wichtige Rolle. In der Firmung sind die Handauflegung und die Salbung mit Chrisam wichtige Zeichen, unter denen der Heilige Geist herabgerufen wird.Die Hand Gottes ist Symbol für seine Macht, Kraft und seinen Beistand. Die Handauflegung ist aber auch das Zeichen besonderer Auserwählung. Gott selbst legt seine Hand auf den Firmling und zeigt damit, dass die Verbundenheit und Freundschaft, die seit der Taufe mit Gott besteht, noch mehr vertieft werden und ein Leben lang halten sollen. Die Berührung durch die Handauflegung gibt für das weitere Leben Kraft und Stärke, aber auch Mut, den Glauben zu leben, ihn im Alltag zu bekennen und für ihn einzustehen. Das ist in der heutigen Zeit nicht mehr einfach. Dass der Jugendliche dabei nicht allein steht, zeigt das wichtige Amt des Paten. Er soll für den Firmling Begleiter auf dem Glaubensweg sein. An die Jugendlichen gerichtet erinnerte der Firmspender an ihre heutige bewusste Entscheidung zur Firmung. Er forderte sie auf, als erwachsene Christen Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen und ihr Leben vielleicht sogar als Priester oder Ordensmann beziehungsweise Ordensfrau zu gestalten. Nach dieser Ansprache forderte H. H. Abt Thomas die Firmlinge zur Erneuerung des Taufversprechens auf, darin bekannten Sie sich ausdrücklich zu einem Leben aus dem Glauben. Es folgte ein Segensgebet über die Firmlinge, anschließend spendete der Bischof jedem Einzelnen das Sakrament der Firmung. In den Fürbitten baten die eben Gefirmten für sich, ihre Eltern und Paten sowie für die Anliegen in der Welt. Nach dem Kommunionempfang sprach ein Firmling stellvertretend für alle das Dankgebet. Als Verantwortliche für die Firmung bedankte sich die Gemeindereferentin Eva Forster beim Firmspender H. H. Abt Thomas aus Weltenburg, bei Stadtpfarrer Peter König, Pfarrvikar Prosper Ngulu Ngulu, den Firmbegleiterinnen Simone Eckl, Teresa Hausberger und Kerstin Spieß, dem Mesner Josef Meier mit seinen Helfern sowie den Frauen vom Frauenbund für den Stehempfang und allen, die zum Gelingen des Gottesdienstes beigetragen hatten. Ein besonderer Dank galt dem Projektchor und den Instrumentalisten unter der Leitung von Kirchenmusikerin Martina Strobl. Im Anschluss waren Firmlinge, Paten und Familienangehörige zum Stehempfang bei den Arkaden eingeladen. Die Dankandacht am Abend war ein würdiger Abschluss dieses Tages. Hier ergeht ein herzliches Vergelts Gott an Sophia Forster für die schöne und besinnliche Begleitung mit der Querflöte.


