700 Jahre -Alle machen sich auf den Weg, gemeinsam unterwegs-für unsere Stadt und ihre Menschen

Besondere Feste müssen gefeiert werden. Zwar ist das Fest der Pfarreiengemeinschaft Vilsbiburg, Gaindorf , Seyboldsdorf nicht mit den Weltereignissen zu vergleichen, so hat es doch für die Pfarreien des Oberen Vilstals eine wichtige Bedeutung, Es sind 700 Jahre seitdem die Pfarreien zum ersten Mal in den Büchern der Diözese Regensburg erwähnt werden. Aus diesem Anlass gab es ein großes Fest, das von vielen fleißigen Händen vorbereitet wurden. Nicht in der Pfarrkirche und auf dem Pfarrplatz in Vilsbiburg sondern in der Nebenkirche St. Nikolaus in Herrnfelden auf dem Hof der Familie Brams wurde gefeiert. Es stand unter dem Motto 700 Jahre, alle machen sich auf den Weg. Gemeinsam unterwegs für unsere Stadt und ihre Menschen. Begonnen hatte es mit einem Festgottesdienst in Konzelebration mit Stadtpfarrer Peter König, Bischof Francis Bomansaan aus der Diözese Wa, Ghana und Pfarrvikar Prosper Ngulu Ngulu. In seiner Predigt beschrieb Stadtpfarrer Peter König die damaligen Lebensumstände der Menschen vor 700 Jahren. Abgaben und Frondienste bestimmte das Leben der bäuerlichen Bevölkerung Das Religiose Leben war durch verschiedene Feste, Prozessionen und Bittgängen geprägt. Sich auf den Weg zu machen war auch die Intension dieses Festes. Alle mussten sich auf den Weg machen. Im Evangelium des Johannes heißt es da „Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben“ Wenn sich Jesus als der Weg bezeichnet dann heißt das wer sich an Jesus orientiert und ihm als Vorbild nacheifert, findet in seinem Leben Orientierung und Zugang zu Gott. Jesus verkörpert die Wahrheit über Gott und die Menschen, Gott liebt auch die Schwachen. Wahrheit ist bei Jesus etwas, was man lebt. „Ich bin das Leben „ Es ist ein sinnvolles Leben, das über den Tod hinaus reicht . Ein Leben das schon jetzt von Hoffnung ,Vertrauen und Liebe geprägt ist. Über viele Jahrhunderte hinweg gaben Klöster, Kirchen und Pilgerwege den gemeinsame Orientierungsrahmen Europas. Menschen verstanden ihr Leben als Weg zu Gott. Werte wie Nächstenliebe , Barmherzigkeit Vertrauen aus diesen Worten wurden daraus Regeln, Kontrolle und Zwang. „Wie leben wir heute ohne Zwang aber mit Menschlichkeit?“ Mit dieser Frage beendete Stadtpfarrer Peter König seine Predigt. Auf Bitte des Zelebranten betete Bischof Francis das Vater unser in seiner Heimatsprache. Der Gottesdienst endete mit dem bischöflichen Segen. Am Ende der Festmesse sang Bischof Francis in der voll besetzten Kirche in damaligen ein Marienlied. Die Gottesdienstbesucher bedankten sich mit Applaus. Danach ergriff Frau Bürgermeister Entwistle das Wort. Sie nahm Bezug auf die Zahl sieben, die ja in biblischen Zeiten als Zeichen der Vollendung und des göttlichen Segens ist, Deshalb sollte die 700 Jahrfeier als besonderes Zeichen einer langen Glaubensgeschichte verstanden werden. Siebenhundert Jahre sind auch ein Zeugnis des Zusammenhaltes in den Dörfern und Städten. Die Kirchen in Seyboldsdorf, Gaindorf und Vilsbiburg prägten das Leben in der Gegend, Viele Generationen haben an der Erhaltung des Erbes beigetragen. Die Stadt Vilsbiburg weiß um die Erhaltung und beteiligt sich an den notwendigen Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen. Die Kirchen prägen das Stadt- und Ortsbild, das es zu erhalten gilt. In einer kleinen Rede begrüßte Frau Bürgermeister den Gast aus Ghana, Bischof Francis. Sie meinte:ein Fest erinnert uns an den Glauben, an die Gemeinschaft und an Solidarität weit über Länder und Kontinente. Obwohl man aus verschiedenen Kulturen stammt werden Hoffnungen, Mitgefühl und Verantwortung geteilt. Ich wünsche einen angenehmen Aufenthalt in unserer Stadt und viele inspirierende Begegnungen. Nach diesem Grußwort ging Frau Sabine Kohler auf eine geschichtliche Zeitreise, deren Start im 1326 begann. In geschichtlichen Abschnitten wurden die politischen und kirchlichen Gegebenheiten aufgezeigt. Welche adeligen Verbindungen damals die Geschicke lenkten und wie das Verhältnis zu den jeweiligen kirchlichen Vertretung (Papst und Klerus) war.Konkret wurde es als die Pfarreien Vilsbiburg, Gaindorf und Seyboldsdorf erwähnt sind. In ausführlichen zeitlichen Abläufen wurden die Entwicklungen der einzelnen Pfarreien aufgezeigt. Wann die einzelnen Pfarrkirchen mit ihren Nebenkirchen erbaut und welchem Heiligen sie geweiht wurden ist aus den Aufzeichnungen zu entnehmen. Auch die Einrichtung der Kirche,das Kirchengestühl, die Heiligenfiguren und die Glasfenster sind ganz konkret erwähnt. Nachdem Frau Kohler ihren Vortrag beendet hatte, begann das von vielen Helfern organisierte Pfarrfest. Neben Getränken von Kolpinng, konnte man sich mit Rollbraten und Reispfanne vom Jugendwallfahrtsteam verköstigen, die Ministranten mit Bratwürsten und der Frauenbund mit leckeren Kuchen verwöhnen. Bliebe zum Schluss nur noch allen zu danken, die sich für das Gelingen des Festes engagiert haben. Ein besonders danke an die Familie Brams für die Bereitstellung des Platzes sowohl auch für die musikalische Gestaltung durch die Bläsergruppe.

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