
Der Sonntag nach Ostern wird in der katholischen Kirche als „Welttag für geistliche Berufe“ begangen. Im Neuen Testament heißt es dazu;“Meine Schafe hören auf meine Stimme und folgen mir“ Dieser Tag soll auf die Vielfältigkeit der geistlichen Berufe und deren Wichtigkeit in der Kirche aufmerksam machen. Neben Priestern, Ordensleuten gehören auch pastorale Mitarbeiter wie Pastoralassistenten, Gemeindereferenten und Religionslehrer dazu. Schwester Josefa lebt im Kloster Thyrnau , zusammen mit 6 Schwestern und gehört dem Orden der Zisterzienserinnen an. Den Lebensunterhalt verdienen sich die Schwestern hauptsächlich durch das Sticken von Paramenten ( Paramente sind liturgische Textilien, die in Kirchen für Gewänder, Altarausstattungen und andere rituelle Zwecke verwendet werden) Der Kontakt zu den Schwestern wird von Stadtpfarrer Peter König schon seit Jahren gepflegt. Er kam zustande, als er für seine aus Afrika stammenden Stoffe (brachte sie von seinen Afrikareisen mit) jemanden suchte, der daraus Messgewänder machen konnte. Deshalb galt die Einladung für Schwester Josefa. Diese berichtete in den 2 Sonntagsgottesdiensten über ihre Berufung zur Klosterschwester. Zunächst, so erzählte sie standen bei ihr , was für alle Jugendlichen wichtig ist, Freundschaft, Schule; Arbeit und Karriere zunächst im Mittelpunkt. Doch bald tauchte in ihr der Gedanke an ein Leben in einem Kloster auf. Arbeit und Beruf drängten diesen nochmals in den Hintergrund. Doch die Sinnfrage stellte sich ihr immer mehr. Sie kündigte ihre Stellung, was bei Freunden und der Familie auf Unverständnis stieß. In Hamburg erlebte sie ein Auf und Ab der Gefühle und Entscheidungen für oder wider einem Klostereintritt. Auf der Suche nach einem sinnerfüllten Leben, Heimat zu finden, kam der Pfingstsonntag zur Hilfe. Beim Besuch des katholischen Gottesdienstes erlebte sie zum ersten Mal ein geistiges Heimatgefühl. Sie konvertierte und ließ sich firmen. Ein Kloster in Bayern sollte es sein. Dabei entdeckte Schwester Josefa im Internet auf Thyrnau. Sie brach in Hamburg alle Kontakte ab und zog dann endgültig nach Thyrnau, wo sie in die einjährige Kandidatenzeit aufgenommen wurde. Dann folgte das zweijährige Noviziat. Sie bekam ihren Habit ihren Ordensnamen und legte die zeitlichen Gelübde ab(Klösterlicher Lebenswandel, =Armut, Keuschheit, Beständigkeit,Gehorsam ) Nach drei Jahren im Kloster Thyrnau fasst Schwester Josefa ihre Lebenserfahrungen so zusammen:“ Es ist nicht immer ein einfacher Weg gewesen, die Frage Warum mich Gott ausgerechnet im haben will ist bis jetzt unbeantwortet geblieben. Wer glaubt, mit dem Eintritt würden sämtliche Glaubenskrisen der Vergangenheit angehören, der irrt sich gründlich, aber für mich kann ich mir kein schöneres und vor allem erfüllteres Leben vorstellen“ Zum Schluß des Gottesdienstes bedankte sich Stadtpfarrer Peter König bei der Schwester für ihr Kommen und ihre Informationen über das Klosterleben , ihre Entscheidung ins Kloster zu gehen und wünschte ihr noch eine erfüllte Zeit in ihrem Leben.



