
Mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Pfarrkirche Maria Immaculata in Dietelskirchen wurde am vergangenen Sonntag die neue Pfarreiengemeinschaft „Oberes Vilstal“ offiziell vorgestellt. Zahlreiche Gläubige aus den beteiligten Pfarreien nahmen an der feierlichen Eucharistiefeier teil.
Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Peter König. Als Mitzelebranten wirkten Monsignore Anton Schober, Pater Robin sowie Pfarrvikar Prosper Ngulu-Ngulu mit. Die Lesung und die Fürbitten übernahm Gemeindereferentin Eva Forster.
Unter den Gästen waren auch der Bürgermeister von Kröning, Andreas Märkl, sowie Vertreter verschiedener Vereine. Abordnungen mit ihren Fahnen waren aus Vilsbiburg, Gaindorf, Seyboldsdorf und Dietelskirchen gekommen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von den Dietelskirchner Koabläsern und einem Projektchor der neuen Pfarreiengemeinschaft.
In seiner Predigt ging Pfarrer König auf den Erneuerungsprozess „Pastorale Entwicklung 2034“ in der Diözese Regensburg ein. Im Zuge dieses Prozesses werden größere Pfarreiengemeinschaften gebildet. Als König im September 2016 als Pfarrer nach Vilsbiburg kam, war die Pfarrei Maria Himmelfahrt zunächst die einzige Pfarrei, die er betreute. Im Jahr 2018 kamen die Pfarreien St. Peter und Paul in Gaindorf sowie St. Johannes der Täufer in Seyboldsdorf hinzu. Mit der Pfarrei Maria Immaculata in Dietelskirchen im September 2026 ist nun die vierte Pfarrei Teil des Verbundes.
„Somit sollte unsere Pfarreiengemeinschaft vollständig sein“, erklärte Pfarrer König. Der neue Name lautet „Pfarreiengemeinschaft Oberes Vilstal“.
Dabei stellte der Geistliche auch die Frage: „Wie schafft man das?“ Sieben Kirchenverwaltungen, zahlreiche kirchliche Vereine und Gruppierungen – darunter KAB, Kolping, Katholischer Frauenbund, Frauen- und Mütterverein, KLJB Gaindorf, KLJB Dietelskirchen, Pfarrgemeinderäte und Seniorengruppen – müssten zusammenfinden. Dafür sei ein großes Miteinander notwendig: aufeinander zu hören und aufeinander zuzugehen.
„Der Glaube verbindet uns alle, der Glaube hat uns zusammengeführt“, betonte Pfarrer König. Die Stärkung des Glaubens und die Ehre Gottes müssten das gemeinsame Ziel sein. „Gemeinsam sind wir unterwegs“, sagte er und verwies darauf, dass die Pfarreiengemeinschaft im Süden, „fast am letzten Zipfel der Diözese Regensburg“, liege. Doch gerade dort scheine die Sonne. Die Gläubigen sollten ein lebendiges Zeugnis ihres Glaubens geben.
Seinen Dank richtete Pfarrer König an Pfarrvikar Prosper Ngulu-Ngulu, Pfarrer im Ruhestand Anton Schober, die Mitglieder der Kirchenverwaltungen, die Pfarrgemeinderäte, die kirchlichen Vereine und die Kirchenchöre. Gemeinsam unterwegs zu sein bedeute, Gott nicht allein zu suchen, sondern sich gegenseitig zu stärken, zu begleiten und auf dem Glaubensweg zu unterstützen.
Dazu erzählte Pfarrer König die Geschichte von zwei Freunden, die gemeinsam durch einen dichten Wald wanderten. Als der Weg steiler und schwieriger wurde, begann einer von ihnen zu zweifeln, ob er das Ziel erreichen könne. Sein Begleiter ermutigte ihn immer wieder und half ihm über die Hindernisse hinweg. Schließlich erreichten beide den Gipfel. „Allein hätte ich aufgegeben“, sagte der erschöpfte Freund später. So sei es auch im Glauben: Niemand müsse den Weg allein gehen. Gott schenke den Menschen Begleiter, die stärken und ermutigen. Gemeinsam komme man weiter als allein.
Nach dem feierlichen Schlusslied „Großer Gott, wir loben dich“ endete die Eucharistiefeier. Anschließend trafen sich die Teilnehmer zu einem kleinen Stehempfang vor der Kirche. Die Dietelskirchner Koabläser sorgten dabei weiterhin für die musikalische Umrahmung und boten einen gelungenen Ausklang des festlichen Tages.



Claudia Schmidlkofer
