Vor kurzem feierten Pfarreien der Pfarreiengemeinschaft Vilsbiburg, Gaindorf und Seyboldsdorf voneinander unabhängig das Fest Maria Lichtmess oder, wie die offizielle Bezeichnung lautet „Das Fest der Darstellung des Herrn.“ Mit ihm endete früher die Weihnachtszeit. Zu Beginn des Gottesdienstes weihte Stadtpfarrer Peter König die mitgebrachten Kerzen. Das Fest hat seinen Ursprung in der jüdischen ‚Tradition. In den mosaischen Gesetzen heißt es, dass das Kostbarste einer Familie, der erstgeborenen Sohn, der Erbe, Gott geschenkt werden soll. Deshalb brachte man ihn in den Tempel um die Vorschrift zu erfüllen. Ein Paar Tauben oder Turteltauben zählten zu den Opfergaben der Armen. Am Fest Maria Lichtmess erinnert die Kirche an diese Geschichte im Lukasevangelium. In ihr bezeichnet der greise Simeon Jesus als Licht der Welt zur Erleuchtung der Heiden. Im Tempel kommt es zur Begegnung mit den greisen Simeon und Hanna. Simeon erkennt in Jesus den lang ersehnten versprochenen Messias. Hier begegnen sich Gott und Mensch. In seiner Predigt stellte Stadtpfarrer Peter König die Personen Simeon und Hanna in den Mittelpunkt. Auch Hanna, die in ihrem Leben viel Leid erlebt hat erwartet das Heil aus der Zukunft. Simeon erfährt die Erfüllung des vom Heiligen Geist gegebenen Versprechens. Das Kind in seinen Armen ist die hautnahe Begegnung mit Gott. Es ist ihm zugesagt noch vor seinem Tod den Retter zu schauen. Der Geistliche bezeichnet Simeon und Hanna als zwei Menschen, die hoffend und wachsam geblieben sind, um das Eigentliche ihres Lebens nicht zu versäumen. Zum Schluss seiner Predigt versäumte es Stadtpfarrer Peter König nicht Menschen zu erwähnen, denen es nicht so gut geht: Kranke und alte Leute, Menschen die Schicksalsschläge erfuhren .und stellte die Frage woher sie die Kraft nehmen? Hoffnung, Wachsamkeit und Gottvertrauen in die Zukunft können zur Kraftquelle vieler Menschen werden, auch heute noch. Am Ende der Heiligen Messe wies der Geistliche noch, hin, dass an diesem Fest auch das Fest des gottgewollten Lebens gefeiert wird. Nach dem priesterlichen Segen, waren alle eingeladen, den Blasiussegen zu empfangen. Dieser geht auf den Bischof Blasius aus Sebaste zurück, der während einer Römischen Christenverfolgung im Jahr 316 n. Chr. wegen seines Glaubens hingerichtet wurde. Vorher soll er einem Mitgefangenen, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte, das Leben gerettet haben. In anderen Überlieferungen rettete er ein Kind vor demselben Leiden. Im Volksglauben soll der Blasius-Segen vor allen möglichen Halskrankheiten bewahren. Der Priester hält dazu zwei gekreuzte Kerzen auf Höhe des Halses und spricht die Worte: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen.“ Bischof Blasius zählt zu den Vierzehn Nothelfern und ist auch in manchen Altären zu sehen.





