
Einen Ganztagesausflug machten viele KAB-Mitglieder, Pfarrsenioren und Interessierte.
Somit hohen Temperaturen im Sommer mit viel Freude und Begeisterung.
Die Busreise führte letzte Woche nach Parzham, zum Geburtshaus vom Hl. Bruder Konrad. Die Familie Birndorfer lebte auf diesen Hof – Venushof im Rottal und bewirtschaftete dabei 195 Tagwerk mit 50 Tagwerk Wald. Dort wo der kl. Johann Birndorfer mit vielen Geschwistern, Eltern, Großeltern…seine Kindheit und Jugend verbrachte. Er ist im Venushof 22. Dezember 1818 geboren worden. Schon als Jugendlicher wuchs er als Bauerssohn in einfachen Verhältnissen auf und musste auf dem Hof mitarbeiten: als ruhiger pflichtbewusster und tiefreligiöser junger Mensch. Besonders auffällig war seine Gewohnheit, täglich zu beten oft auch allein in freier Natur, regelmäßig besuchte er die Kirche in Parzham, wo sich früh eine starke Marienverehrung entwickelte. Häufig nahm er an Wallfahrten teil.
Nach dem Tod übernahm er Johann mit elf Geschwistern die Verantwortung für den Hof zusammen. Schließlich übergab er seinen Anteil und entschied sich bewusst gegen das bäuerliche Leben.
Am Venushof hat er sich durch innere Reifung geprägt und seinen Entschluss gefasst, ein geistliches Leben zu führen. Mit über 30 Jahren trat er am 04. Oktober 1852 in den Orden ein und legte das Ordensgelübde ab, mit den Worten „Ich, Bruder Konrad, gelobe und verspreche Gott…“. 41 Jahr war er als Pförtner im Kapuzinerkloster Altötting tätig. Am 21. April 1894 durch seinen Tod, ging er in die Ewigkeit. 1934 wurde er Heilig gesprochen. Sein Motto hieß – „Das Kreuz ist mein Buch!“ Die Gläubigen berichten, dass Wunderheilungen durch seine vielen Gebete und Fürsprachen keine Seltenheit waren. Er begegnete täglich über Jahrzehnte hunderte von Menschen, in seiner unerschütterlichen Geduld, Freundlichkeit, Ruhe – selbst unter großen Belastungen. Im Geburtshaus in der „Guten Stube“, fand unter einer besonderen Atmosphäre ein Gottesdienst zu Ehren des Hl. Bruder Konrad statt.
Das Reiseziel wurde zur Wallfahrtskirche Sammarei – Wies fortgesetzt.
Sehr bedeutend ist dort die kleine Holzkapelle St. Maria. Mit 500 Jahren ist sie die älteste deutsche Holzkapelle. Seit bekannt war auch der Ort wegen der Zistersienzerabtei.
Neben der Kapelle befand sich 1619 ein Bauernhof, der völlig zu Schutt und Asche niederbrannte. Ein danebenstehender Quittenbaum brannte auch bis auf einen Ast nieder. Der Ast hing über das Holzdach mit Türmchen. Er blieb erhalten und wuchs wieder neu auf. 10 Jahre nach dem Brand wurde eine große Kirche über die Holzkapelle errichtet. Man findet darin die älteste Orgel aus dem Bistum Passau. Ein Glockenspiel mit ihren verschiedenen Liedern schlägt alle 30 Min. bzw. 60 Min an. Ein Südtiroler kam und fertigte die sehenswerten Schnitzaltäre an. Auch sehr aufwendig gestaltet sind die Rosenkranzaltäre mit den freudenreichen Geheimnissen.
Die Wallfahrtskirche Sammarei – St. Maria gilt als wahrhaftiger, ursprünglicher und beeindruckender Gnadenort in Niederbayern. Durch zwei kleine Durchgänge gelangt man auf die Rückseite der uralten Holzkapelle. Dieser Kreis füllt die Wand mit 1300 Votivtafeln aus vier Jahrhunderten und verziert daher sowohl das Innere als auch das Äußere der Kapelle. Es ist ein Gotteshaus im Gotteshaus. Man wird überwältigt von dem Gnadenbild und der inneren Schönheit der Kapelle. Der Gnadenort (Wallfahrt) Sammarei wird zurecht als bayerisches Assisi bezeichnet, dort fand eine Marienandacht mit allen Anwesenden statt.
Weiter ging die Busfahrt zum Mittagessen ins Kloster Aldersbach.
Die Rokokokirche in Aldersbach ist ein ebenso bestaunliches Gotteshaus in ihrer Gestaltung.
Die Fahrgäste waren von den vielen kunstvoll gestalteten Werken so begeistert und erfreut, dass dieser Sommerausflug noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Inge Kronseder



