
Viele KAB – Mitglieder der Ortsgruppe haben seit Kurzem bei einer Biohofbesichtigung im Familienbetrieb Zehetmeier in der Streunweinmühle
bei Gaindorf – Vilsbiburg teilgenommen.
Zur Hofgeschichte aus früheren Zeiten gab es ab und zu gewollten Besitzerwechsel. Der jetzige landwirtschaftliche Betrieb ist recht gut aufgestellt, was
auch gut deutlich zu erkennen gibt. Hier erlebt man einen ca. 100 ha Betrieb mit Pachtflächen. Wie aus guten Innovationsideen Wirklichkeit werden kann,
so können jene Lösungen die Praxis in der Landwirtschaft umgesetzt und eingebracht werden. Der Biohof erzeugt weitgehend selbst den notwendigen
Futterverbrauch. Der Landwirt muss für ca. 70 Milchkühe, Kälber, Jungkühe und Jungrinder…die Futtermengen einplanen. Als Strukturierung im Kuhstall
war zu sehen Abkalbeboxen, Melkstände in der Blockabfertigung Kälberboxen usw.
Die artgerechte Tierhaltung, wie Gesundheit, Hygiene und Tierwohl reichen sich die Hände. Während der Weidehaltung von Mai – Oktober, da die Weideflächen nahe der Vils umgeben sind, bedarf es einer recht guten nährstoffreichen Fütterung. Von den Milchkühen wird daher Heumilch
ganzjährig produziert. Es darf keinerlei Silage verfüttert werden. Eine überschüssige qualitative Heumilch wird zur Käserei gebracht und daraus
ein geschmacksvoller, feinwürziger Käse gewonnen und zugleich im Hofladen vermarktet.In einer Art der Futterzentrale befinden sich wertvoll geerntete Heu- und Strohlager. Als weiterer Lagerraum war noch ein Getreidesilo vorhanden. Landwirtschaftliche technische Geräte und Maschinen befanden sich in einem größeren Abstellplatz.
Außerdem kam es mal zufällig mit 8 St. Hühnern Eier selbst zu erzeugen.
Aus dieser Idee wurden im Laufe der Zeit zwei Hühnermobile angeschafft, a) mit 440 St.- und b) 200 St. Hühner ganzjährig im Freiland zu halten.
Von den freilaufenden Hühnern bietet es uns ein noch wesentlich, wertvolleres Hühnerei wegen den Inhaltsstoffen gesehenes Produkt an.
Leider werden sie auch ab und zu von den Raubvögeln heimgesucht.
Der Einkauf beim Hofladen bietet sich 24 h an, ist auch sehr begehrt und wünschenswert wegen der qualitativen hochwertigen Produkte seit vielen Jahren.
Portioniertes Fleisch von Rindern und Suppenhühnern kann ebenso eingekauft werden.
So ist zu erkennen, dass zukunftsorientierte Möglichkeiten, beim Einkommen entsprechend zu diversifizieren und gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen sind. Die vielen angebotenen Kostproben kulinarischer Art, über verschiedene Käsesorten und Joghurt mit Früchten gab noch ein besonderes Highlight mit. Vielen Dank für die liebevolle Verpflegung!
Inge Kronseder






