Einführungsgottesdienst der Gotteswortgruppe

Plakat Sonntag des Gotteswortes 2026
Foto nach dem Gottesdienst

Einführung: Den „Sonntag des Gotteswortes“ hat Papst Franziskus am 30. September 2019 auf den dritten Sonntag im Jahreskreis festgelegt. Im Jahr 2026 findet die 7. Austragung statt. Der Verantwortliche der Gotteswortgruppe (Inkarnationsbewegung) in Bayern, Ulrich Njotchah, wohnt seit mehr als ein Jahr in Vilsbiburg und ist kirchlich mit seiner Frau engagiert. Er hat Pfarrer Peter König einige Ideen für diese Veranstaltung vorgeschlagen, die dieser sehr wohlwollend aufgenommen hat. Dabei wurden die Details über mehrere Termine hinweg diskutiert (siehe Plakat). So sollte:

  • am Samstag um 14 Uhr eine Konferenz über die Wichtigkeit des Bibellesens organisiert werden,
  • am Sonntag um 11 Uhr ein besonderer Gottesdienst gefeiert werden (u. a. mit Bibelsegnungen und Evangeliarprozession).

Samstag: Die Konferenz zum Thema „Die Bibel heute lesen: Bedeutung und sozialpolitische Implikationen“ fand am 24. Januar 2026, statt. Als Referenten waren Pfarrer Peter König (Stadtpfarrer in Vilsbiburg) und Pater Yves-Lucien Evaga Ndjana (Vikar in der Pfarrei Neutraubling) eingeladen.

Sie zeigte, dass die Bibel weit mehr als ein religiöses Buch ist. Sie wurde als Ergebnis einer langen historischen Entwicklung dargestellt, die von mündlichen Überlieferungen über schriftliche Texte bis zur Kanonisierung reicht. Dabei verband sie Glauben, Vernunft und Tradition und erfüllte sowohl spirituelle als auch ethische und praktische Funktionen.

Im weiteren Verlauf wurde die Entwicklung der Bibellektüre erläutert. In der jüdischen und frühchristlichen Zeit diente die Bibel als Erziehungs- und Orientierungsinstrument. Die Kirchenväter entwickelten verschiedene Auslegungsmethoden (wörtlich, allegorisch, moralisch und anagogisch), um den Text besser zu verstehen. Mit dem Buchdruck und der Reformation wurde das individuelle Lesen in der Volkssprache gefördert, was das kritische Denken stärkte. Moderne Ansätze wie die historisch-kritische Methode und sozialwissenschaftliche Perspektiven analysierten den biblischen Text im jeweiligen kulturellen und gesellschaftlichen Kontext.

Ende Evangeliärsprozession

Abschließend wurde der starke Einfluss der Bibel auf Gesellschaften hervorgehoben. Sie vermittelte grundlegende Werte wie Menschenwürde, Gerechtigkeit, Solidarität und Verantwortung, prägte Kultur, Kunst und Bildung und förderte den interkulturellen Dialog. Durch eigenständiges und reflektiertes Bibellesen wurden kritisches Denken, moralisches Urteilsvermögen und gesellschaftliches Engagement gestärkt. Die Bibel wurde somit als ein dynamisches Werk dargestellt, das auch in der heutigen Welt relevant bleibt.

Sonntag: Am 25.01.2026 um 11:00 Uhr fand ein Gottesdienst mit folgenden Anpassungen statt: (1) Die Litanei des Gotteswortes wurde anstelle der Fürbitten gebetet, (2) eine afrikanisch gestaltete Evangeliarprozession ersetzte die Alleluia-Akklamation, (3) vor dem Schlusssegen wurde die Gotteswortgruppe vorgestellt und Gebetsblätter an die Gottesdienstteilnehmer verteilt, (4) die Bibeln der Gottesdienstteilnehmer wurden gesegnet und (5) die Gotteswortgruppe übernahm einige Lieder (Psalm, Sanctus, Vaterunser, Ave Maria).

Im Anschluss an den Gottesdienst fand im Pfarrsaal das wöchentliche Treffen der Gotteswortgruppe statt.

Merkmale:

  • Schwierigkeiten: Die Mitglieder der Gotteswortgruppe in Bayern wohnen sehr verstreut (Nürnberg, Fürth, München, Regensburg, Ansbach, usw.). Als Lösung wurde die Konferenz am Samstag über Facebook übertragen. Leider haben mehrere Mitglieder ihre Züge nach Vilsbiburg am Sonntag verpasst. Einige kamen um 12:15 Uhr an, die anderen sind gar nicht weitergefahren. Diese Probleme müssen und werden beim nächsten Mal besser antizipiert.

Große Freude: Die Mitglieder der Inkarnationsbewegung bzw. der Gotteswortgruppen sind Stadtpfarrer Peter König von ganzem Herzen dankbar, dass er ihre Ideen so gerne angenommen und ihre Aktivitäten persönlich begleitet hat.

Während der Konferenz am Samstag
Einige verteilte Bonbons-Nachrichten
v.l. Pater Yves-Lucien EVAGA, Ulrich NJOTCHAH, Pfarrer Peter König
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