Ehejubiläum in der Pfarrkirche mit Gottesdienst und anschließendem Empfang

Ein besonderer Abend stand am Samstagabend in der Pfarrkirche ganz im Zeichen der Ehe und der gemeinsamen Lebenswege. Rund 25 Ehepaare waren der Einladung zum diesjährigen Ehejubiläum gefolgt, um gemeinsam ihr persönliches Jubiläum zu feiern und für die vergangenen Jahre zu danken.
Um 19 Uhr begann der festliche Gottesdienst, den Stadtpfarrer Peter König gemeinsam mit Pfarrvikar Prosper zelebrierte. Im Mittelpunkt standen dabei die Jubelpaare, die auf viele gemeinsame Ehejahre zurückblicken können – auf schöne und glückliche Zeiten, aber sicherlich auch auf Herausforderungen, die sie gemeinsam gemeistert haben.
In der Lesung aus dem Buch Jesus Sirach ging es um die Vergebung und das Erbarmen Gottes. Auch das Evangelium griff diesen Gedanken auf. Jesus erzählt das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht und macht dabei deutlich, dass es für die Bereitschaft zur Versöhnung keine Grenze geben soll. Die Frage des Petrus, wie oft man seinem Bruder vergeben müsse, beantwortet Jesus nicht mit einer begrenzten Zahl, sondern macht deutlich: Vergebung kennt keine festgelegte Grenze.
In seiner Predigt lud Stadtpfarrer Peter König die Gottesdienstbesucher dazu ein, über die eigenen Widerstände gegenüber Vergebung und Versöhnung nachzudenken. Warum soll gerade ich nachgeben? Warum soll ich den ersten Schritt machen? Und warum soll ich mich vielleicht sogar verletzlich machen? Solche Fragen können einer Versöhnung im Weg stehen. Gleichzeitig, so wurde deutlich, sind auch wir selbst immer wieder auf Verständnis, Wohlwollen und Vergebung anderer angewiesen.
Ein besonderer Gedanke der Predigt richtete sich an die Jubelpaare. Pfarrer König erinnerte daran, dass eine Ehe nicht nur von Liebe und schönen gemeinsamen Augenblicken getragen wird, sondern auch von Vertrauen, Hoffnung, Glauben und der Bereitschaft, immer wieder aufeinander zuzugehen.
Dazu hatte er ein sehr anschauliches Bild mitgebracht: eine einfache hölzerne Klammer. Sie besteht aus zwei Teilen, die durch eine Feder zusammengehalten werden. Fehlt diese Verbindung, fallen die beiden Teile auseinander.
Diese Klammer stellte Pfarrer König sinnbildlich den Jubelpaaren gegenüber. Was hat die beiden Menschen über all die gemeinsamen Jahre zusammengehalten? Vielleicht die Erinnerung an die erste Begegnung, an den Augenblick, in dem man spürte: „Der andere bedeutet mir etwas.“ Aus dieser ersten Liebe wuchs die Hoffnung, gemeinsam durchs Leben zu gehen. Bei der Trauung schließlich wurde aus Liebe und Hoffnung das Versprechen, einander in guten wie in bösen Tagen zur Seite zu stehen.
Auch das Wort „Trauung“ nahm der Pfarrer in diesem Zusammenhang auf: Man „traut“ sich und vertraut einander. Das Eheversprechen und das Sakrament der Ehe sollten die Verbindung noch stärker machen. Gerade wenn Liebe und Hoffnung im Laufe der Jahre manchmal schwächer werden, können Glaube, Hoffnung und Liebe zu einer Kraft werden, die ein Paar weiterhin zusammenhält.
Zum Abschluss des Gottesdienstes wurden die Jubelpaare einzeln gesegnet. Für jedes Paar war dies ein ganz persönlicher und bewegender Moment. Die von Pfarrer König mitgebrachte hölzerne Klammer wurde anschließend auf den Altar gelegt und sollte den Paaren als kleines Andenken mit auf ihren weiteren gemeinsamen Lebensweg gegeben werden. Sie soll daran erinnern, dass eine Ehe – wie die Klammer – eine Verbindung braucht, die beide Teile zusammenhält.
Im Anschluss an den Gottesdienst ging es ins Pfarrheim, wo bereits ein Sektempfang vorbereitet war. Dort wurden die Jubelpaare noch einmal persönlich begrüßt und jedem Paar herzlich gratuliert. Als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung erhielten die Ehepaare jeweils eine Rose und eine Urkunde. Außerdem wurde jedes Paar gemeinsam mit dem Pfarrer fotografiert – eine schöne Erinnerung an diesen besonderen Abend.
Für die Jubelpaare bot der anschließende Empfang Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erinnerungen auszutauschen und den festlichen Abend in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen.
Vorbereitet wurde der Sektempfang von Manuela Barton, Irmgard Sattler und Christine Miller, die sich um die Organisation und die Gestaltung des anschließenden Beisammenseins kümmerten.
Das Ehejubiläum war damit nicht nur eine Feier der vergangenen gemeinsamen Jahre, sondern auch ein Zeichen der Dankbarkeit und Ermutigung für den weiteren Weg. Möge die „Klammer“ aus Liebe, Vertrauen, Hoffnung und Glauben auch weiterhin fest halten und die Jubelpaare noch viele gemeinsame Jahre miteinander verbinden.
