Manchmal schreibt eine Kirche Geschichte – leise, im Hintergrund, getragen von vielen Händen und Herzen.
In diesem Jahr dürfen wir dankbar erleben, wie ein solches Kapitel Form annimmt: Der Neubau unserer Kirchenorgel ist vollumfänglich genehmigt, und der Weg zu einem neuen Klang für unsere Kirche liegt nun offen vor uns.
Ein treues Instrument – und ein würdevoller Abschied
Seit 1960 begleitet uns unsere Orgel durch Gottesdienste, Feste und stille Momente. Doch die vielen Reparaturen der vergangenen Jahrzehnte machten zunehmend deutlich, dass dieses Instrument seine Grenzen erreicht hat. Fachleute bestätigten: Eine Reparatur ist nicht mehr sinnvoll – eine neue Orgel ist notwendig.
Ein gemeinsamer Weg, der uns stark gemacht hat
Seit 2020 haben unzählige Gespräche, Prüfungen, Gutachten und Besichtigungen dazu beigetragen, das Projekt Orgelneubau voranzubringen. Was dabei besonders sichtbar wurde: Wie viele Menschen in unserer Pfarrei hinter diesem Vorhaben stehen. Jede Spende, jeder Einsatz, jedes mutmachende Wort hat uns ein Stück weitergetragen.
2025 – Das Jahr der entscheidenden Fortschritte
Ein wegweisender Vor-Ort-Termin mit der unteren Denkmalschutzbehörde und der Abteilung Bauen und Planen am 26. März 2025 führte zur Freigabe des Orgelentwurfs sowie zur Genehmigung der Entfernung des alten Instruments. Die bischöfliche Kommission für kirchliche Kunst bestätigte am 13. Mai 2025 die Notwendigkeit eines Orgelneubaus. Eine ergänzende statische Untersuchung der Kirche im Juli 2025 ergab lediglich geringfügige Maßnahmen – ein beruhigendes Ergebnis für die weitere Planung. Die entscheidende Zusage kam am 14. Oktober 2025: Die bischöfliche Kunstkommission stimmte dem Orgelneubau zu. Am 7. November 2025 erteilte schließlich die Stiftungsaufsicht die umfassende Genehmigung. Damit ist auch der Zuschuss der Diözese in Höhe von 45 % offiziell gesichert. Die Begleitmaßnahmen (u. a. Elektro, Emporenstatik, Brüstung) werden derzeit zur Bezuschussung vorbereitet.
Beauftragung des Orgelbauers
Nach sorgfältiger Prüfung verschiedener Angebote fiel die Wahl auf den renommierten Orgelbau Mühleisen aus Leonberg. Die Orgelbaufirma Mühleisen überzeugte durch:
- eine zeitgenössische, aber kirchengerechte Prospektgestaltung
- hervorragende Zugänglichkeit der technischen Anlage
- präzise Planungssicherheit
- hohe handwerkliche Qualität
- ein insgesamt bestes Preis-Leistungs-Paket.
Das neue Instrument wird zwei Manuale, 36 nominale bzw. 28 reale Register und eine moderne Setzeranlage umfassen – ideal für die Größe und Akustik der Stadtpfarrkirche.
Blick nach vorne – Einweihung Mitte 2028 geplant
Auf Basis der aktuell vorliegenden Zeitpläne, dürfen wir unsere neue Orgel Mitte 2028 feierlich einweihen. Schon heute erfüllt uns dieser Gedanke mit großer Vorfreude.
Die nächsten Wochen und Monate wird sich die Kirchenverwaltung intensiv mit der Ausplanung der Einzelmaßnahmen und resultierendem Bauzeitenplan beschäftigen.
Ein herzliches Vergelt’s Gott
Von den Gesamtkosten von 1.183.000 Euro sind bereits über 980.000 Euro durch Spenden, Zuschüsse und Rücklagen gedeckt. Ein beeindruckendes Zeichen der Verbundenheit unserer Pfarrgemeinde!
Die Pfarrkirchenstiftung dankt allen, die dieses Projekt seit Jahren mittragen: dem Orgelbauverein, allen Spenderinnen und Spendern, den ehrenamtlich Mitwirkenden, den Expertinnen und Experten, der Stadt Vilsbiburg für deren großzügigen Zuschuss sowie der gesamten Pfarrgemeinde.
Der Neubau der Orgel bedeutet weit mehr als ein neues Musikinstrument – er ist ein gemeinsames Werk des Glaubens, der Kultur und der musikalischen Zukunft der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt.
Vergelt’s Gott für jede weitere Unterstützung auf diesem Weg!
Tobias Gmeineder,
Kirchenpfleger
im Namen der Kirchenverwaltung



